Hilfe- jemand veraendert sich!

Als ich den Text von Claudia Hinterauer las, war ich sofort geflasht...

Mein erster Gedanke war: "JEDE(R) kann sich glücklich schätzen, solch eine Freundin wie Claudia zu haben!"

Was kann es Schöneres geben, als jemanden an der Seite zu haben, der meine Veränderung, meinen Richtungswechsel rückhaltlos und ohne Wenn und Aber begleitet?

Aber lies selbst, und lass Dich ebenfalls beGEISTern:

Wie gehe ich damit um, wenn sich jemand verändert?

Sich gegenseitig Unterstüzung bieten.

Wie reagierst Du auf Veränderungen?

"Aus einer Unterhaltung in Kathrinas Facebook-Gruppe "Mimosenpower" ist die Idee entstanden, das Thema "Jemand in meinem Umfeld verändert sich - HIIIIIILFEEE!" anzugehen. Als Unternehmensberaterin und Gründungsberaterin und natürlich als Mutter, Tochter, Freundin, habe ich mit diesem Thema tagtäglich zu tun.

 

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass jeder Mensch wählt, ob er/sie für sein Umfeld ein Veränderungsbremser oder ein Veränderungsunterstützer (m/w) ist. 


Es gibt keine Neutralität der Veränderung unseres Umfeldes gegenüber. Wir beziehen IMMER Stellung. In unseren Breitengraden ist es leider ganz normal, ein Bremser zu sein. Jemand will mit dem Rauchen aufhören? Das glauben wir erst, wenn es soweit ist.

 

Jemand will sich selbständig machen? Super, dann bekomme ich Rabatte und andere Vergünstigungen. Oder auch: Ach komm, tu Dir das doch nicht an. Warum denn überhaupt, du hast doch ein super Leben. Jeder von uns hat eine Geschichte zu erzählen, wie er/sie Veränderungspläne hatte, das Umfeld hat aber nicht mitgemacht, hat gezweifelt, hat kritisiert, hat abgeraten.

 

Ich habe vor Jahren die ganz bewusste Entscheidung getroffen, meinem Umfeld sowohl beruflich als auch privat eine ENABLERIN zu sein. (Anmerkung der Blogbetreiberin: to enable = ermöglichen, befähigen, ermächtigen)

 

Ich glaube, eben gerade feinfühlige Personen in dieser Rolle braucht die Welt!

(Nicht, dass es mir immer klar gelingt, die Enablerin zu sein. Von manchen Plänen bin ich halt auch gaaaar nicht überzeugt., und dann kommt noch die Gratwanderung zwischen Enablerin und ehrlicher Meinungssagerin dazu. Ich sehe es als immerwährendes Training.)



Veränderung begleiten- Unterstützung geben

Freundschaft als Rückhalt und loyale Begleitung verstehen

Und dafür habe ich mir ganz persönlich einige Regeln aus meiner Erfahrung zusammengesammelt:

 

(1) Wenn jemand von seinen Plänen erzählt, muss ich nicht sofort in Begeisterung ausbrechen. Ich darf mich damit zuerst anfreunden (müssen).
 

(2) Ich bin dabei so lange still, bis ich nachfragen kann. Wichtig ist nach dem "Wie Du" und nach dem "Wie ich" zu fragen: "Wie willst Du das angehen? Hast Du Dir konkrete Ziele gesetzt?" und "Wie kann ich Dich dabei unterstützen? Würde es Dir helfen, wenn ich ?"

 

(3) Ich muss die Veränderung voooooooooll ernst nehmen. Wenn jemand sagt, "Ich höre jetzt mit dem Rauchen auf." dann darf ein Enabler daran keinen Zweifel haben. Dieser Mensch wird nicht mehr rauchen. Die Frage, warum er das macht und Bemerkungen wie "War ja schon lange Zeit" oder "Das glaube ich erst, wenn ich es sehe" sind kontraproduktiv und mut-zerstörerisch. Wir alle brauchen Menschen, die an uns glauben - auch, wenn wir es selbst vielleicht grad nicht so 100%ig tun.

 

Dieses Menschen-für-voll-Nehmen halte ich sowieso für den größten Liebesdienst, den man "seinen" Menschen angedeihen kann.

 

Kinder wie Erwachsenen wachsen über sich hinaus, wenn sie jemanden haben, der ihre Veränderungspläne und damit sie selbst ernst nimmt.


(4) Ein Nutznießer ist kein Unterstützer (m/w). Wenn meine Freundin beispielsweise eine Boutique aufmacht oder sich als Näherin selbständig macht, dann helfe ich nicht, wenn ich rabattierte/geschenkte Produkte von ihr trage/nutze.

 

Ich bin dann eine Enablerin, wenn ich den vollen Preis zahle, zu allen ihren Veranstaltungen mit Freude auftauche, wenn ich ihre Social Media Postings und Events like und teile, wenn ich für sie die Kellnerin oder den Abholservice mache, wenn ich sie in zweifelnden Stunden an ihren Erfolg glauben lasse, wenn ich einen Gesichtsabdruck im Schaufenster wortlos wegputze, wenn ich an langen Abenden mit Essen vorbei komme ...

 

(5) Und ja, wenn die Menschen in unserem Umfeld sich weiter entwickeln, dann ist das anstrengend für uns. Die Rollen werden vielleicht neu verteilt. Jemand entwickelt sich weiter. Es triggert uns selbst, uns auch weiterzuentwickeln. Das ist unangenehm.

Bequem wäre es, wenn alle so blieben. So berechenbar. Und so anspruchslos mir selbst gegenüber.

 

Veränderungen schmeißen uns aus unserer Komfortzone und fordern uns heraus.

Aber das Schöne daran sind die Erfolgserlebnisse, wenn sie geschafft sind.

 

Und dann zu wissen, dass man einen Anteil daran hatte, ist viiiiel schöner, als danach zugeben zu müssen, dass man es der Person nicht zugetraut hätte, das durchzuziehen. Oder noch schlimmer, als Zweifler Recht bekommen zu haben. Dann ist man vielleicht am Misserfolg mit beteiligt gewesen? Will ich das?"


Hochsensibilität, Feinfühligkeit und Veränderung- passt das zusammen?

Und wenn Du Dich fragst, was Hochsensibilität mit Claudias Text zu tun hat: Viel 😀
Zum Einen können gerade Feinfühlige ganz wunderbare Begleiter in Veränderungsprozessen sein.


Sie können sich einfühlen, und ohne großes Erklären ist ihnen klar, was jetzt zu tun ist. Was wäre, wenn auch DU Dich bewusst entscheidest, "Enablerin" zu sein.... zu ermöglichen, zu befähigen, zu ermächtigen, zu ermutigen?

Und als Hochsensible, die gerade in einer Veränderung drin steckt, oder sie angehen möchte:

Feinfühlige Menschen sind empathische Begleiter.


Suche Dir unbedingt Menschen, die Dich unterstützen!
Suche Dir Menschen, die hinter Dir stehen. Die Dir damit Rückenwind geben, auch wenns mal nicht so gut läuft.

Ein Umfeld, das Dich anhebt statt herunterzuziehen, tut sooo gut...
Ich hoffe, dass Dir Claudias Text ebenso wie mir tolle Impulse dazu geliefert hat.

Hattest und hast Du auch schon einmal so wunderbare Unterstützung erfahren?
Wenn Du magst, erzähl uns in den Kommentaren, was Du erlebt hast.

Und wenn Du solche und ähnliche Impulse als Hochsensible erhalten möchtest, dann komm gern in diese Facebookgruppe für hochsensible FrauenIch freu mich, wenn wir uns dort ebenfalls sehen/lesen.



Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Claudia Hinterauer (Dienstag, 31 August 2021 18:43)

    Liebe Kathrina,
    viiiiielen herzlichen Dank für Deine Komplimente und natürlich für die Veröffentlichung meines Textes!
    Ich schätze Deinen Blog und Deine Social-Media-Posts sehr und fühle mich damit genau am richtigen Ort.
    Liebe Grüße aus Vorarlberg an Dich und an alle LeserInnen!
    Claudia

  • #2

    Doris Giezendanner (Donnerstag, 02 September 2021 13:48)

    Ein toller Text über eine tolle Idee, die hoffentlich viele Nachahmer:Innen findet.

  • #3

    Kathrina Hof (Mittwoch, 15 September 2021 11:28)

    Liebe Claudia,

    ganz herzlichen Dank für Deine wertschätzende Rückmeldung, das freut mich sehr!
    Grüße aus Fulda zu Dir �

    Liebe Doris,
    schön, dass Dir dieser Text auch so gut gefällt, und jaaaaaa, ich hoffe auch sehr, dass Viele sich davon inspirieren lassen werden �

  • #4

    Bettina (Dienstag, 14 Juni 2022 19:20)

    Ein schöner Text

    HINhören
    EINfühlen

    Einfach mal gar nichts sagen.
    Beobachten - wie geht es dem Anderen

    „We rise by lifting others“

    Manche verstehen doch tatsächlich darunter, dass ich mich erhöhe und mir auf die Schulter klopfen kann.
    Oder - noch schlimmer - „wenn der Andere klein bleibt, bleibe ich größer“
    Für mich vollkommener Quatsch.

    Ich denke, die, die keine enabler sind, haben Angst vor dem Erfolg eines Anderen.

    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet �